Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich stehe voll hinter dem Projekt eines politischen Raumes, welcher sich von Frankreich bis Lettland, von Schweden bis Griechenland erstreckt und gesamteuropäischen Frieden und Zusammenarbeit garantiert.
Aber die EU stellt sich heute nicht ganz so dar: Einerseits stellt die EU die Wirtschaft über den Menschen. Ein Beispiel: Kürzlich entschied der oberste europäische Gerichtshof, das Recht auf freien Warenverkehr sei höher zu Gewichten als das Recht von Anwohnern von Autobahnen, in der Nacht ruhig zu schlafen.
Andererseits ist die EU höchst undemokratisch. Gesetze werden nur allzu oft von den Exekutiven der Ländern beschlossen, anstatt von der europäischen Legislative, dem Europäischen Parlament.
Solange das so bleibt, sage dankend Nein zur EU.
Darf man sowas als Juso schreiben ;) *SCNR*Thomas Bruderer - Piraten 12. Februar 2010 Verstoss melden
Ausserdem solltest du heute gut aufgepasst haben wie Demokratisch die EU ist: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/eu-parlament_swift_1.4914350.html
Und somit hat diese parlamentarische Demokratie schon mal mehr Rückgrat bewiesen als unsere liebe Regierung.
Ist es nicht etwas feige daneben zu stehen und zu kritisieren anstatt mitzumachen und etwas zu verbessern? Die Staaten welche dabei sind haben mit Lissabon einen grossen, auch demokratischen Schritt gemacht. Wäre es nicht jetzt Zeit den Beitritt zu überdenken? ;)
Oder sind das doch nur Scheinargumente?
Man kann nicht sagen man unterstütz den Europäuschen Traum und dann nicht teilhaben wollen. Wer etwas erreichen will muss auch etwas opfern.
Aber nicht das Mitspracherecht der BürgerInnen. Da geh ich nämlich mit der FDP einig, dann werden Bananenkrümmungen reglementiert ;)Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 15. Februar 2010 Verstoss melden
Der Europäische Traum wäre theoretisch vielleicht gar nicht so schlecht. Aber für die direkte Demokratie in der Schweiz wäre ein Beitritt zur EU das Ende.Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 24. Februar 2010 Verstoss melden
Erst recht als Pirat, Thomas, solltest du dir dessen eigentlich bewusst sein und dich auch gegen die EU stellen ;)
Auch wenn unsere momentane Regierung nicht gerade die tollste ist in einigen Dingen: Sie nimmt uns nicht unser Mitspracherecht.
Diese Diskussion ist echt schräg, hoffentlich liest das niemand ;) Ich finde nämlich persönlich auch, wir hätten dringendere Probleme, als uns mit einem EU-Beitritt zu beschäftigen. In eine momentane EU möchte ich auch nicht. Ich arbeite ziemlich häufig im EU-Raum und wenn ich sehe, wie es da fast nur um das Abholen von Subventionen geht, dann kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Und wenn man sieht, wie ehemals prosperierende Volkswirtschaften mittlerweile fast am Rande des Ruins stehen, weil die Finanzströme innerhalb dieses Systems immens sind, dann macht mir das sogar etwas Angst. Ich kenne das Dossier zuwenig fundiert aber für mich macht es fast den Eindruck, als müsste man hier einmal sagen Stop, alle zurück aufs Feld EWR (das war es ja ursprünglich) und die Idee der politischen EU muss neu erdacht werden.Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 24. Februar 2010 Verstoss melden
@Matthias:Thomas Bruderer - Piraten 25. Februar 2010 Verstoss melden
Um ehrlich zu sein bin ich nicht sehr begeistert mit den Blüten welche die Direkte Demokratie in letzter Zeit treibt. Verwahrungsintiative. Minarettinitiative. Man kann also nicht wirklich sagen das die direkte Demokratie in jedem Fall der repräsentativen überlegen ist.
@Hannes: Wenn die EU zusammenbricht, dann wir mit ihr, ob wir dabei sind oder nicht.
Naja, Thomas, was die direkte Demokratie und ihr Nutzen betrifft werden wir beide uns wohl nie einig sein ;)Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 25. Februar 2010 Verstoss melden
Aber was stimmt ist, dass ein Untergang der EU auch die Schweiz betreffen würde. Fragt sich ob wir als Nichtmitglied weniger betroffen wären..
Ich denke ja nicht, dass die EU als solches untergehen wird. Man wird sich höchstens auf ihre Anfänge als Wirtschaftsraum zurückbesinnen, weil sie politisch nicht mehr vom Fleck kommt und durch ihre Finanzströme einzelne Länder direkt in Bedrängnis bringt. Grundsätzlich bin ich eigentlich der Meinung, dass man mitmachen und sich einbringen soll. Allerdings nur, wenn ich der Organisation auch zumute, dass sie etwas bewegen kann. Und mit der momentanen Organisation bezweifle ich dies.Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 25. Februar 2010 Verstoss melden
Die direkte Demokratie hat einerseits den ganz grossen Standortvorteil unseres Landes gebracht, nämlich die politische Stabilität. Auf der anderen Seite macht sie ein System halt träge, was der heutigen Gesellschaft, wo alles auf Tempo und schnelle Reaktion ausgerichtet ist, entgegen spricht. Und schliesslich stossen wir wohl an Grenzen der direkten Demokratie, wenn die Geschäfte immer komplexer werden und man über derart viele Dinge abstimmen muss, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung erst gar nicht mehr mitmacht und dadurch extreme Haltungen ein überproportionales Gewicht erhalten.. Das heisst, sie wird manipulierbar.
Kurzfristig wäre ein EU Beitritt wohl ein herber Rückschlag für die Finanzielle, Politische Schweiz als Staat. Klar einige Firmen könnten vielleicht sogar profitieren.Thomas Strebel - kandidiert für Grossrat Bern, jf vor etwa 4 Stunden Verstoss melden
Mittelfristig wäre ein EU Beitritt wohl ein Rückschlag für die Schweiz. Klar ein einige Firmen aber auch Einzelpersonen könnten profitieren.
Langfristig (60 Jahre und mehr) wäre die Schweiz in einer EU wie sie heute aufgebaut ist, wirtschaftlich und politisch wohl wieder gleich weit wie jetzt.
1. Wird sich die EU grundlegend verbessern und zur gewünschten Einheit mit der erhofften Stärke finden?
2. Wie entwickelt sich die Schweiz ohne EU?
3. Was ist für uns das kleinere Übel?
